Der Besuch der alten Dame
Ein tragische Komödie von Friedrich Dürrenmatt
Dauer:
ca. 70 Minuten
Programmheft
Provinzkaff Güllen
Die Kleinstadt Güllen ist – man kann es nicht anders sagen – ein finanziell heruntergewirtschaftetes Provinzkaff, in dem nicht einmal der ICE mehr hält. Wie konnte es nur so weit kommen? … fragt man sich schon längst nicht mehr, sondern akzeptiert, was unausweichlich zu sein scheint. Hierin offenbart sich viel vom Naturell der Stadtbewohner*innen: Sie lassen die Dinge geschehen.
Eine Milliarde für den Aufschwung
Doch dann hält der ICE plötzlich doch nochmal, und es steigt aus: Claire Zachanassian, angereist aus den USA, Gönnerin und Philanthropin – mit einer Milliarde für Güllens Aufschwung im Gepäck. Schnell ist man begeistert von diesem wundersamen Besuch und lässt sich zu gerne vom nahenden Reichtum berauschen: Die Bewohner*innen kaufen ein, was das Zeug hält.
Welterfolg
Nach und nach offenbaren sich Claire Zachanassians wahre Identität und die dahinterliegende Tragödie, und die Gemeinschaft wird auf eine harte Probe gestellt. Eine „tragische Komödie“, die zu einem Welterfolg wurde und derzeit vielerorts auf die Theaterbühnen zurückkehrt – bei uns als Figurenspiel im Wechselbad der Gefühle.
Team:
- Spiel: Larissa Bader, Astrid Haas, Paul Schmidt, Wally Schmidt
- Regie: Wally Schmidt
- Puppenbau: Marianne Meinl
- Kostüme: Kerstin Schmidt
- Bühne: Eva Adler, Sarah Schwerda
- Dramaturgischer Begleiter: Arnd Rühlmann
- Tecknik: Tabea Baumer, Anton Reger
- Fotos: Berny Meyer
- Trailer: Florian Reichart
- Rechte: bei Felix Bloch Erben GmbH & Co. KG, Berlin
Presse
[…]Der Besuch der alten Dame‘ als rasante Mischung aus parabelhafter Tragödie und grotesker Komödie.
[…] Die Inszenierung von Wally Schmidt […] vergeudet keine Zeit […]; die Handlung ist zügig unterwegs[…]. Bei Schmidt ist Claire keine Furie, sondern eine Verzweifelte mit Würde, die schlicht konsequent agiert und der Gesellschaft einen Spiegel vorhält. Ill dagegen wird als schwacher Charakter und somit als Gegenteil porträtiert.
Zu den stärksten Szenen gehören die Gespräche zwischen dem ehemaligen Paar im Wald. Wenn Claire sagt ‚Doch den Traum von Liebe, von Vertrauen habe ich nicht vergessen‘ überläuft es einen kalt. Die Frage dahinter: Kann es funktionieren, Wohlstand im Gegenzug für Vergeltung zu bieten? Die Antwort bleibt am Ende offen. Auch, weil Luxus für jeden etwas Andereres bedeutet …“
Nürnberger Nachrichten

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