Wir denken
Versalzen wir die Suppe oder was bedeutet das SALZ in unserem Namen? Nicht nur dass wir damit unsere Vergangenheit (Theater Salz+Pfeffer) nicht leugnen, nein es ist auch immer die Suche nach der Würze, der extra Prise, dem, was die besonderen Note ausmacht. Unser Handeln ist immer ein Suchen nach den kleinen Körnern. Die einen verfeinern, die anderen sind der Sand im Getriebe. Beide gehören zum Leben und beides lenkt unser Handeln. Richtungsgebend ist dabei die Empfindung in Bezug auf die aktuelle Situation. Unsere Welt wird mit jedem Augenblick digitaler, um so wichtiger sind reale Theatererlebnisse voller Magie und Unwirklichkeit, damit wir die Wirklichkeit begreifen, bewältigen, schützen, verändern und genießen können.
Wir handeln
Regeneratives Handeln ist das, was uns Hoffnung gibt. Nachhaltigkeit – also Schäden zu vermeiden – ist uns in all den Jahren vertraut geworden. Das Thema ist wichtig und allgegenwärtig. Weil wir dabei aber auch gute Laune behalten wollen, sprechen wir lieber von Zukunftsfähigkeit. Denn genau darum geht es.
Durch zwei Gemeinwohl-Bilanzen (als Leitung im Theater Salz+Pfeffer) haben wir grundlegende Erfahrungen gesammelt, die wir kontinuierlich vertiefen – im Alltag wie auch in unserer Arbeit als Multiplikator*innen.
Unser nächster Schritt heißt: Weiterentwickeln.
Den Blick öffnen, positive Auswirkungen auf Umwelt und soziale Systeme anstreben. Unser Handeln soll dazu beitragen, Ökosysteme und Gesellschaften zu stärken – nicht nur zu erhalten oder Schäden zu reduzieren.
Unsere wichtigste Erkenntnis: Wir müssen ins Tun kommen – und das geht nur gemeinsam.
🌿 Regeneratives Handeln im Theater – Unsere Bereiche
1. Mobilität – ökologischer Fußabdruck
2. Produktion der Theaterstücke
Oft heißt es: „Kunst darf keine Grenzen haben.“
Unsere Phantasie hat tatsächlich keine Grenzen – aber Amazon & Co. sind bei uns tabu. Das ist ein absolutes No-Go.
Das bedeutet nicht, dass wir ausschließlich recycelte Materialien verwenden. Unsere kommenden „neuen“ Puppen und Requisiten werden sogar wachsen: Eine spezielle Pilzmyzel-Mischung lässt sie entstehen – und später kompostierbar wieder in den Kreislauf zurückkehren.
Und ja, wir greifen auch ökologisch und klimatisch relevante Themen künstlerisch auf, wenn es sich anbietet.
Ein sehr hilfreiches Toolkit bietet der BFDK – unbedingt reinschauen! hier: >>
3. Alltag
In unseren Vereinbarungen mit Künstlerinnen und Veranstalterinnen benennen wir klar, was uns wichtig ist. Wer keine Lust auf zukunftsfähiges Arbeiten hat – nun ja, da passt es dann eben nicht zusammen.
Wir informieren uns laufend bei Fachleuten, bleiben flexibel und gut vernetzt. Es ist längst bekannt, dass auch die Kultur einen Beitrag leisten muss – viele Festivals haben bereits ambitionierte Nachhaltigkeitskonzepte.
Wir sind seit Jahren in diesem Themenfeld aktiv, freuen uns über Austausch, geben Interviews, halten Vorträge und verbinden Theaterkultur mit den Themen unserer gesellschaftlichen Transformation.
4. Fundus – unser HANDABDRUCK
Was passiert, wenn ein Stück abgespielt ist? Diese Frage beschäftigt fast alle Kunst- und Kulturschaffenden sowie Stadt- und Staatstheater. Lagerplatz ist teuer, Entsorgung kostet Geld, Ressourcen sind knapp – und wir möchten ressourcenschonend leben und arbeiten.
Die Freie Szene Nürnberg e. V. baut daher eine Materialinitiative auf, auch das Staatstheater Nürnberg ist interessiert. Ziel: Bühnenmaterialien, Requisiten und Kostüme länger im Kreislauf halten.
Andere Städte machen es bereits vor:
- München, Treibgut Lager
- Hamburg, HMV Hanseatische Materialverwaltung
- Leipzig, Initiativen für Materialkreisläufe – IfM
Von dort bekommen wir wertvolle Anregungen.
Auch in Nürnberg tut sich bereits viel:
Unter dem Namen segment#BRAUCHBAR entsteht in Räumen der Kongresshalle – von der Stadt Nürnberg zur Verfügung gestellt – ein Material- und Kostümlager, das künftig digital abrufbar sein wird. Materialien können dort abgegeben oder abgeholt werden – sie bleiben also im Kreislauf.
Ein großartiges Projekt! Wir hoffen, bald die ersten Links dazu veröffentlichen zu können.
Wer sich schon jetzt einbringen oder informieren möchte:
Unter dem Namen segment#BRAUCHBAR entsteht in den Räumen der Kongresshalle – die von der Stadt Nürnberg zur Verfügung gestellt werden –ein Material- und Kostümlager, das künftig digital abrufbar sein wird. Hier können Dinge abgegeben oder abgeholt werden – sie bleiben also im Kreislauf.
Ein super spannendes Projekt, und wir hoffen, bald die ersten Links dazu veröffentlichen zu können!
Wer sich bereits jetzt einbringen oder informieren möchte, kann sich gerne melden bei:
📍 Kontakt zur Baustelle:
🌐 segment-brauchbar.de
✉️ mail@segment-brauchbar.de
📍 Oder direkt an uns:
📍 Oder an die Freie Szene Nürnberg e. V.:
DRANBLEIBEN ist unser Motto!
5. Ausblick
In naher Zukunft wollen wir mehr zum Thema digitaler Müll erfahren und diesen reduzieren. Der Kapitalismus hat uns ja gelehrt: Es geht immer noch was! Und das wenden wir bei unserem nachhaltigen Handeln auch an und hoffen so, dem Kapitalismus mit seinen eigenen Mitteln ein kleines Schnippchen zu schlagen, denn Kleinvieh macht auch Mist!
„Was wir heute tun, entscheidet darüber, wie die Welt von morgen aussieht.“
Marie von Ebner-Eschenbach

Mahatma Gandhi:
“Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“
„There is a sufficiency in the world for man’s need but not for man’s greed.“

